Абай Кунанбаев творчество

Стихи, поэмы, биография

22 Wort

Ich uberlege, wen unter den Kasachen ich heute hoch In
Ehren halten und achten konnte?
Ich hatte den Bay geachtet, aber heute gibt es keinen solchen.
Wenn es auch einen gibt, so Ist er nicht Herr seines Willens
und seines Vermogens Mit den Einen Ist er befeindet, den
Anderen schenkt er aus Vorsicht Vieh und schließlich hat er
bei Hunderten Verpflichtungen.

Er meint, Wohltaten
erwiesen zu haben, indem er ihre ergebenen Bitten ertult
hat Er denkt so aus reiner Dummheit. Er Ist selbst von
Ihnen abhang. Er darf weder als freigebig noch als barmherzig
angesehen werden. Im eigenen Land kampf er gegen das eigene
Volk, verschleudert das Vermogen und verausgabt sich Vor
Unwurdigen Dort, wo die Bays nicht zu Einvernehmen
kommen, nehmen die Hochstapler aller Arten zu, bedrohen
diese und leben auf deren Kosten
Ich hatte den Myra geachtet Aber heutzutage sind keine
wahrhaft Freigebigen zu finden, jedoch solche, die das Vieh
nach links und rechts verteilen, hat es mehr als Hunde Die
Einen geben ihr Vieh willig, well sie sich daraus Vortele
erhoffen, andere geben es gegen ihren Willen. Der Eine Ist
IS Mrsa freigebigen Herr in hoher Positton
allzu geschafft, um als Myra zu gelten, als ob man ihm in
den Hintern eine Achselschnur aus einem Stuck gesalzter
Koschmal* gesteckt hatte, aber haufig fallt er auch den
Verbrechern zum Opfer.
Ich hatte den Bezirksvorsteher und By geachtet. Aber in
der Steppe gibt es kein gerechtes Gericht. Die Macht, die
durch Kriecherei oder gegen Bezahlung erworben wurde,
Ist nicht viel wert
Ich hatte gern den Starken geachtet, aber ich sehe, dass bei
uns alle fur eine schlechte Sache stark sind: es Ist keiner zu
finden, der zu guten Taten bereit ware.
Es ware gut, einen klugen Menschen zu finden und ihm
Ehre zu erweisen. Aber es gibt keinen Menschen, der allzeit
bereit ware, dem Gewissen und der Gerechtigkeit zu dienen.
Fur List und Hinterhaltigkeit ist jeder zur Hand.
Ich hatte Gebrechliche und Bettler geehrt, aber auch sie
konnen doch nicht als sunden frei betrachtet werden. Schau
nicht so sehr darauf, dass er sich nicht auf das hegende Kamel
setzen kann Hatte er genug Kraft, so fande sich auch die
Gewandtheit, um fur sich heimlich etwas mitzunehmen
Wer ware dann noch? Der Schlaue und der Flinke. Diese
Pikoschma handgefilgter Teppich
konnen wir nicht bandigen Solange ste die anderen nicht
ruinieren und an den Bettelstab bringen.
Also: Wen sollten wir hoch achten, fur wen beten? Die
stinkenden Bezirksvorstande und Bys kommen nicht in
Betracht. Es bleibt nur der stille Bay, der aus Frommigkeit
dem Sprichwort folgt, Wenn du Wohlstand suchst, SO meide
die Konflikte. Zu ihm sind alle ungnadig, obwohl er eine
Halfte seines Besitzes verteilt, und vergeblich versucht, die
andere vor Dieben und Gewaltverbrechern zu schutzen. Es
bleibt keine andere Wahl er Ist es, den wir bemitleiden
musen, fur Ihn musen wir beten.
Einen anderen habe ich nicht gefunden.

Abai(Абай Құнанбаев)

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