Абай Кунанбаев творчество

Стихи, поэмы, биография

7 Wort

Das Kind wird von der Mutter auf die Welt gebracht und hat
zwei Anfänge vor sich Der erste von ihnen verlangt nach Essen,
Trinken und Schlaf Ohne diese Bedürfnisse des Leibes kan
der Körper keine Herberge für die Seele sein, wird er nicht
wachsen und stärker werden.

Der zweite Anfang ist das Streben nach Erkenntnis. Der Säugling
streckt die Hände nach bunten Sachen, nimmt sie in den Mund,
kostet ihren Geschmack, fühlt sie mit der Wange. Er lauscht
aufmerksam, wenn er den Klang einer Schalmei oder Rohrpfeife
hört.
Etwas aufgewachsen, läuft das Kind dem Hundegebel zu, den
Stimmen der Tiere entgegen, auf das Lachen und Weinen der
Menschen zu. ES verliert die Ruhe, indem es über ales, was seine
Augen sehen und die Ohren hören, nachfragt Was ist das? Wozu
ist das? Warum macht er so? * das ist schon das Lebensbedürfnis,
der Wunsch, ales zu sehen, zu hören und zu erlernen
Ohne für sich alle sichtbaren und unsichtbaren Geheimnisse
des Weltals aufzudecken, ohne für sich eine Erklärung Von allem
zu finden, wird der Mensch kein Mensch, und die Existenz dieses
Menschen unterschiede sich durch nichts vom Dasein eines
anderen Geschöpfes.
Ursprünglich trennte Gott den Menschen vom Tier dadurch,
dass er diesem eine Seele gab. Warum suchen und finden wir
keine Befriedigung in der Wis begier, die uns in der Kindheit
Essen und Schlaf vergessen ließ, wenn wir älter und klüger
geworden sind? Warum wählen wir nicht den Weg derer, die
nach Kenntnissen suchen?
Wir sollten unermüdlich unseren Interessenskreis erweitern und
Kenntnisse vermehren, die unsere Seele speisen. Wir müssten
verstehen, dass das Wohl der Seele viel höher ist, als das leibliche
und müssten die leiblichen Bedürfnisse dem Befehle der Seele
unterstellen. Aber nein, wir haben das nicht getan
Wir sind nicht weiter gekommen, als der Abfalhaufen vor
dem Au, indem wir wie die Dohlen lärmten und wie die
Krähen kreischten. Die Seele führte uns nur in der Kindheit
Alter und kräftiger geworden, gestatteten wir ihr nicht, uns
zu leiten. Wir ordneten die Seele dem Körper unter Ales
in unserer Umgebung betrachten wir mit den Augen und
nicht mit Klugheit, wir vertrauen den Seelenregungen nicht
Wir geben uns mit der Ansicht dessen zufrieden, was unser
Blick erfassen kann und versuchen nicht, In die inneren
Geheimnisse einzudringen. Und dabei glauben wir, dass wir
nichts durch dieses Unwissen verlieren.
Auf die Bemerkungen und Ratschläge der klugen Leute
antworten wir, Du solltest von deiner Klugheit leben und
mir reicht meine eigene aus-
Besser Armut nach eigener
Art, als Reichtum durch die Klugheit der anderen. * Wir
sind unfähig, ihren Vorsprung uns gegenüber einzusehen,
und verstehen den Sinn ihrer Worte nicht
Es fehlt weder ein Funke in der Brust noch der Glaube in der
Seele. Wodurch unterscheiden wir uns von einem Tier,
wenn wir nur mit den Augen sehen? In der Kindheit waren
wir besser. Damals waren wir Menschenkinder- wir strebten
danach, möglichst viel zu erfahren
Jetzt sind wir schlechter als das Vieh. Das Vieh weiß nichts
aber es strebt auch nach nichts. Wir wissen nichts, aber wir
sind bereit, bis zur Heiserkeit zu streiten. Wir verteidigen
unsere geistige Umnachtung und geben uns Mühe, unsere
Unwissenheit als Kenntnis darzustellen.

Abai(Абай Құнанбаев)

Опубликовать в Google Buzz
Опубликовать в Google Plus
Опубликовать в LiveJournal
Опубликовать в Мой Мир
Опубликовать в Одноклассники

Ваш электронный адрес не будет опубликован. Обязательные для заполнения поле, помечены символом *

*